7:20 Uhr am Mittwoch Morgen. Bei eher trüben Wetter packe ich Toadie und meinen Rucksack ins Auto und wir starten in Richtung Ingersau. Eigentlich sind wir ja etwas früh dran, aber da um Bonn rum nahezu immer viel Verkehr ist gehts nach der Divise: „5 Minuten vor der Zeit – ist des Deutschen Pünklichkeit.“ Als wir dann an Bonn vorbei waren konnte ich dem Thermometer zuschauen wie es kälter wurde und es wurde auch immer nebeliger. Wie soll der arme Toadie denn die Dummys sehen wenn man seine Hand nicht vor Augen sehen kann. In Ingersau angekommen waren (1°C) wir tatsächlich nicht die Ersten, hatten aber dennoch 45 Minuten Zeit bis zum ausgeschriebenen Prüfungsbeginn. Die Zeit konnte man nutzen um nochmal zur Toilette zu gehen oder ne Runde mit dem Hund zu drehen und um schonmal den ersten Papierkram mit Ute Böttner (Sonderleitung) zu klären.
Nachdem dann alle eingetroffen waren gings ab ins Gelände. Wir durften mit Ute den doofen Berg hochfahren – wieder ein paar Meter gespart. Oben angekommen traf auch kurz später Betty Schwieren ein unsere Richterin für diesen Tag. Nach kurzer Begrüßung ging es ab ins Gelände. Da wir Startnummer 3 hatten, haben wir sofort begonnen uns seelisch und moralisch vorzubereiten, d.h. mit dem Hund nochmal ne Runde gelaufen zum Lösen und ihn sanft eingenordet.

Aufgabe 1: Die Suche
5 Dummys in eher leichtem Gelände und zum Teil auch sichtig liegend. Ich schicke Toadie, er findet – kommt direkt zurück. Bei Dummy 2 so ähnlich, nur brauchte es da nochmal ein Kommando, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Dann geht er aus dem Suchengebiet raus nachdem ich ihn geschickt habe und muss natürlich erstmal. Kleines A… Betty meinte aber sofort ich soll ihn reinholen und nochmal schicken – Don’t Panic war also angesagt. Gesagt getan und das dritte und letzte Dummy hat er auch wieder brav gebracht.

Dann ewiges Warten – ist halt bei insgesamt 23 Temas so. Zwischenzeitlich habe ich was gelesen, was mit Toadie gekuschelt und mich gefreut, dass er doch ziehmlich ruhig und entspannt war. Dann sind wir mit der Wartezone umgezogen.

Aufgabe 2&3: Landmarkierung und Appell (beides im Wald)
Diese beiden Aufgaben wurden direkt hintereinander gearbeitet. Zuerst die Landmarkierung. Meine größte Sorge war das Toadie einspringt aber er war sehr ruhig und ich habe auch schnell die Freigabe zum schicken bekommen. Irgendwie hat Toadie dann nicht sofort das Dummy gefunden, aber dank der Stonehunternase dann doch gefunden und schön reingebracht.
Beim Appell war die Fußarbeit ziehmlich „Naja“, aber auch hier kein Einspringen. Allerdings hab ich nicht ordentlich geschickt und nur dank der Fähigkeit von Toadie seine Nase einzusetzen hat er gefunden. *Notiz an mich selber: Hund ordentlich schicken!* Da konnte ich mich wirklich über mich selber ärgern.

Dann habe ich mit Toadie noch was in der Wartezone gesessen. Ein paar Starter später gab es dann eine kurze Pause und ich habe Toadie zum Auto gebracht. Da konnte er sich dann was ausruhen und ich habe Ute geholfen und geschossen, da kurzfristig die Helfer abgesagt hatten.

Aufgabe 4: Das Wasser
Schuss&Platsch – das war wirklich mein kleiner persönlicher Horror, aber auch hier war er ruhig beim warten. Als wir allerdings in Richtung Betty gelaufen sind, war er schon etwas aufmüpfig und ich hab mit dem schlimmsten und gleichzeitig ärgerlichsten gerechnet. Aber nein Toadie saß und Betty meinte, den hättest du ruhig noch was länger warten lassen können vor dem Schicken. Leider hat er dann beim an Land kommen kurz begonnen Unfug zu machen und ich musste ihn doch etwas bestimmter reinholen.

Alles in allem bin ich mit dem „sehr gut“ sehr zufrieden, da ich ja eigentlich nicht geglaubt hatte, dass wir das schaffen.

Danke an Betty für die wirklich sehr schöne Prüfung und die Tipps – und besonders danke an Ute, die eine wundervolle Sonderleiterin ist.

Comments are closed.

Post Navigation